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Reise ins Land der Mitte

26 SchülerInnen und 4 LehrerInnen des Leibniz Gymnasiums Altdorf nehmen am Schüleraustausch nach China teil

Am Mittwoch, den 06.07.2016, begann der mittlerweile fünfte Schüleraustausch mit der Yanzhou Senior High School aus der Stadt Jiande (Zhejiang Provinz) als die chinesischen AustauschschülerInnen am Abend in Altdorf eintrafen. Die Aufregung war groß, als wir versuchten unsere AustauschpartnerInnen anhand von Fotos zu erkennen. Nach einer erholsamen Nacht wurden unsere chinesischen Gäste herzlich von unserer Schule und der Stadt Altdorf begrüßt. Neben zwei Ausflügen nach Nürnberg und München konnten wir am Wochenende mit unseren PartnerInnen die deutsche Kultur näherbringen. Vom Altstadtfest bis hin zum Zoobesuch war alles dabei, genauso auch in kulinarischer Hinsicht. Als abrundendes Ereignis fand am Abend vor der Abreise der Kulturabend statt, bei dem die chinesischen SchülerInnen ihre Heimat repräsentierten. Am nächsten Morgen mussten wir unseren lieb gewonnenen Freunden unter Tränen Lebewohl sagen, jedoch tröstete uns der Gedanke sie im Herbst in China wiederzusehen.

100 Tage später begann unsere Reise am 21.Oktober 2016 zur anderen Seite der Erde, begleitet von der Sorge, ob die 2 kg Übergewicht unserer Koffer am Frankfurter Flughafen wohl auffallen würden. Gute 24 Stunden später konnten wir unsere Freunde wieder in die Arme schließen und lernten die Gastfamilien kennen, die uns für die nächste Woche freundlich bei sich aufnahmen. Nach einem lang ersehnten Schlaf, ging es am nächsten Morgen mit unseren AustauschpartnerInnnen direkt nach Hangzhou, der 140 km entfernten Provinzhauptstadt. Dort besichtigten wir die Insel Yingzhou des West-Lake und einen traditionellen Markt, welcher genauso war wie man sich ihn vorstellt: viele rote Lampenschirme und kleine Essenstände und Geschäfte, bei denen wir uns bereits mit Souvenirs eindecken  konnten. Am nächsten Tag gab es für uns zwei interessante Vorträge über die chinesische Geschichte und geografische Lage. Nach dem wöchentlichen Fahnenappel durften wir uns selbst chinesische Maultaschen, welche allerdings zu scharf für uns waren, in der Schulkantine kochen. Nachmittags besuchten wir ein traditionelles Dorf namens Xinye, bei dem wir einen Einblick in die ursprüngliche Lebensweise bekamen. Während der Woche in Jiande konnten wir außerdem den Unterricht miterleben und uns wurden Kalligrafie, Tai Chi, Teekunst und Scherenschnitt näher gebracht. Wir besuchten den Bürgermeister der „Kleinstadt“ Jiande mit 500.000 Einwohnern, der uns einen Überblick über die Stadt und uns die Möglichkeit Fragen zu stellen gab. Ein weiterer Programmpunkt war die Besichtigung anderer Schulen, bei denen wir für viel Aufmerksamkeit sorgten, als wir uns mit den dortigen SchülerInnen unterhalten und ausgetauscht haben. Da hier zwei unterschiedliche Kulturen aufeinander trafen, löste unser Auftreten gigantische Begeisterung bei den Chinesen aus. Sportlich wurde es bei dem Match zwischen den zwei Co-Schulleitern und als Zeichen der Verbundenheit wurde, wie auch die letzten Jahre, gemeinsam ein Freundschaftsbaum im Schulgarten gepflanzt. Am Kulturabend repräsentierten wir Deutschland indem wir traditionell in Tracht tanzten, sangen und musizierten. Überrascht mussten wir feststellen, dass die erste Woche nun fast vorbei war. Am letzten Tag erkundeten wir mit einem Boot den See der 1000 Inseln und sahen dort die wundervolle Landschaft Chinas. Auch wenn der endgültige Abschied am nächsten Morgen voller Tränen uns sehr schwer fiel, werden wir diese einzigartige Woche und die Erfahrungen die wir sammeln konnten immer in Erinnerung behalten. Was diese Zeit so besonders machte war, dass wir durch den nahen Kontakt in der Familie nicht nur die üblichen Touristenziele besichtigten, sondern auch einen tieferen Einblick in das alltägliche Leben einer Familie dieser fremden Kultur bekamen. Die chinesischen Gastfamilien gaben sich möglichst viel Mühe uns zahlreiche Facetten der chinesischen Kochkunst zu zeigen, was wir anfangs zwar noch ungewohnt aber später richtig lecker fanden.

In der zweiten Woche haben wir nun einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Chinas bestaunt.

Unser erstes Ziel war die Mega-City Shanghai, welche uns mit ihrer Skyline und ihrer Wüste aus Hochhäusern, die wir vom Jin-Mao-Tower in 340 Meter Höhe vom 88. Stock betrachteten, beeindruckte. Danach ging es per Nachtzug nach Xi’an, wo wir die historische Terrakotta Armee besichtigten. Diese Stadt zeichnet sich außerdem durch eine richtig schöne Stadtmauer aus und die Moslem-Straße, in der in kleinen Ständen die verschiedensten Speisen, wie Hühner- und Schafsfüße oder frittierte Tintenfische und Krebse angeboten wurden, hatte einen ganz besonderen Flair. Mit dem Schnellzug (bis zu 350 km/h) ging es dann weiter nach Bejing. Dort besuchten wir am ersten Tag den Himmelstempel, den Platz des himmlischen Friedens und die verbotene Stadt. Als großartiger Abschluss bestiegen wird die Große Mauer, besuchten den Sommerpalast und das fast im Smog verschwindende Olympiagelände. Bevor wir das letzte Mal in China schliefen gab es für uns alle traditionelle Peking-Ente. Das Packen der Koffer stellte sich allerdings als Herausforderung dar, weil wir von unseren Familien in Jiande so viele Gastgeschenke bekommen hatten. Am Tag des Abflugs wurde uns erst richtig bewusst was wir Besonderes in diesen zwei Wochen erlebt hatten. Zuhause angekommen waren wir aber alle dennoch sehr froh diese weite Reise gesund überstanden zu haben. Wir sind glücklich all diese Erfahrungen gesammelt zu haben und die Chance bekamen eine fremde Kultur so nah zu erleben.

 

Anna-Maria Seiverth, Melissa Krämer, Sebastian Weigelt  Q11

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