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LEIBNIZ-GYMNASIUM

ALTDORF

NATURWISSENSCHAFTLICH-TECHNOLOGISCHES UND SPRACHLICHES GYMNASIUM

Termine.

Chinesisch

Spät beginnende Fremdsprache am Leibniz-Gymnasium

Chinesisch als spät beginnende Fremdsprache

Mensa.

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Eine kleine Gruppe von Schülern besucht seit vier Jahren regelmäßig den Wahlunterricht Chinesisch und wir bemerken unter der Schülerschaft ein wachsendes Interesse an dieser Fremdsprache. Der Chinaaustausch findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt und erfreut sich anhaltenden Zuspruchs.

 

Das Bayerische Ministerium für Unterricht und Kultus fördert im neuen Lehrplan für das Gymnasium G8 moderne Fremdsprachen. Dabei soll den Schülern auch die Möglichkeit geboten werden, eine außereuropäische Fremdsprache zu lernen.

Die chinesische Kultur gehört zu den ältesten Kulturen der Welt und ist als einzige bis heu­te kontinuierlich erhalten. Aufgrund seiner Entwicklung spielt China gegenwärtig eine immer wichtigere Rolle auf der Weltbühne in Politik, Wirtschaft und Kultur. Chinesisch wird jetzt als Muttersprache von einem Viertel der Menschheit gesprochen.

 

„Ich kann nur jedem Studenten raten, gutes Chinesisch zu lernen. Neben Englisch wird es zur zweiten Wirtschaftssprache der Welt. Die individuellen Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen dadurch stark.“ (Sönke Bästlein, McKinsey)

 

Chinesische Sprachkenntnisse werden in der Zukunft für die Schüler von großem Vorteil sein, für die berufliche Tätigkeit und die Erweiterung des persönlichen Horizonts.

Im Fach Chinesisch als spät beginnende Fremdsprache wird den Schülern nach einer kurzen Phonetik- Phase die Sprache in allen ihren Ausprägungen – Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben – nahe gebracht. Es werden auch moderne und lebensnahe Themen behandelt, z.B. Familie, Verkehr und Umweltfragen in China.

Chinesisch galt lange Zeit als schwierig und nicht erlernbar, da es sich um eine Zeichen­schrift und keine Lautschrift wie bei den europäischen Sprachen handelt. Die Praxis des modernen Unterrichts im Fach Chinesisch als Fremdsprache hat aber gezeigt, dass es nur der Umgewöhnung und Übung bedarf, und in der vorgesehenen Zeit gute Resultate erzielt werden können. Ziel ist, dass sich die Schüler nach drei Jahren Unterricht im alltäglichen Leben in China gut verständigen, Texte in mittlerer Schwierigkeit lesen und einfache Texte verfassen können.

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Schülermeinungen zum Fach Chinesisch

Johannes Ebnet, K12 :

 

Seit wenigen Jahren nun gibt es auch an unserem Gymnasium die Möglichkeit, Chinesisch zu lernen - meiner Meinung nach eine sehr gute Idee! Mir persönlich hat der Unterricht, der mittlerweile von der sehr engagierten Frau Song erteilt wird, immer gut gefallen und schon viel gebracht. Ich empfehle also allen Sprachbegeisterten, die Möglichkeit wahrzunehmen und auf diese Art eine bei uns eher weniger verbreitete, aber trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb?- sehr interessante Sprache näher kennenzulernen. Die erworbenen Kenntnisse können auch gleich beim China-Austausch des LGA angewendet werden; ein erlebnisreicher Aufenthalt, an dem ich selber schon teilnehmen konnte und den ich nur weiterempfehlen kann!

 

Maximilian Leonhardt, 9. Klasse :

 

Hier sind meine 5 Gründe für Chinesisch.

  • Chinesisch wird irgendwann, evtl. jetzt schon, Wirtschaftssprache Nummer 1 sein. Man wird es irgendwann, wenigstens ein bisschen, verstehen können müssen.
  • Es macht einfach Spaß, sich zu freuen, wenn man etwas kann, was nicht viele andere können.
  • Es verschafft einem bei jeder Bewerbung einen guten Eindruck, wenn bei Fremdsprachenkenntnis, Chinesisch steht
  • Chinesisch sprechen fast ein Viertel aller Menschen und damit meine ich nicht nur in China. Auch in Kanada zum Beispiel, leben so viele Chinesen, die zwar sicher auch Englisch sprechen, doch wenn man mit ihnen chinesisch spricht, gehen sie, denke ich zumindest, ganz anders auf einen ein.
  • Die Chinesische Kultur, ist eine sehr Faszinierende. Sie erhält auch, nicht nur durch das Essen, immer mehr Einzug in das europäische Leben. Chinesisch zu können kann da gut helfen, einfach alles besser zu verstehen.

 

 

Chinesischabitur am Leibniz

"Ich liebe Chinesisch.“    (???? W? ài Hàny?.)

 

Erstes Chinesisch-Abitur am Leibniz - „Vor drei Jahren konnte ich mir nicht im Entferntesten vorstellen, dass ich jemals einen chinesischen Text aus Schriftzeichen lesen könnte. Jetzt ist es zur Selbstverständlichkeit geworden“, stellt ein Schüler beim Feuertopfessen nach der überstandenen mündlichen Abiturprüfung im Fach Chinesisch fest. In diesem Jahr konnten zum ersten Mal in Franken sechs Schülerinnen und Schüler des Leibniz-Gymnasiums in Altdorf das Abitur auch im Fach Chinesisch erfolgreich ablegen! Die auf Anregung des Kultusministeriums durchgeführte Ausweitung des Sprachenangebots mit Chinesisch als spät beginnender Fremdsprache hat sich inzwischen an der Schule gut etabliert. Der Chinesischkurs wird in der 10. Klasse vierstündig, in der 11. und 12. Klasse dreistündig unterrichtet und endet mit einer mündlichen Abiturprüfung, die jedoch nicht obligatorisch ist.

„Ich kann chinesisch sprechen.“  (????? W? huì shu? Hàny?.)

„Als sich vor drei Jahren 16 Schülerinnen und Schüler mutig der Aufgabe gestellt haben, diese distante Fremdsprache zu lernen, habe ich gehofft, eines Tages den Schülern das Abitur im Fach Chinesisch auszuhändigen“, sagt die Lehrerin für Chinesisch, Frau Linhong Song. „Dieser Traum ist in Erfüllung gegangen und ich empfinde eine tiefe Dankbarkeit für die wunderbaren drei Jahre, in denen wir manche Klippe umschifft haben. Ich bin den Eltern dankbar, die es auf sich genommen haben, ihre Kinder in eine für viele fremde Welt gehen zu lassen. Ich danke auch der Schulleitung, Regina Fleischer, und den Kolleginnen und Kollegen, die mich stets tatkräftig unterstützt haben. Ein großer Dank ( ?? Xièxie) gilt meinen Schülerinnen und Schülern, die fleißig Zeichen geschrieben und mit großem Eifer und Lernbereitschaft immer wieder die chinesischen Texte entziffert haben.“

Nun hat sich der intensive Einsatz gelohnt. Die sechs Schülerinnen und Schüler haben ihr Abitur in Chinesisch mit großem Erfolg bestanden, was einen Meilenstein in der Bildungsgeschichte Frankens darstellt. In der Kolloquiumsprüfung zeigten sie ihre Fähigkeit, frei auf Chinesisch zu referieren und Fragen zur chinesischen Literatur, Kunst und Kultur zu beantworten. Auf Chinesisch mussten sie das Frühlingsfest in China mit all seiner kulturellen Vielfalt beschreiben oder über einen Reiseplan in China berichten. Sie trugen rüflingenGedichte aus der Tang-Dynastie vor und beantworten Fragen zu den Dichtern und zur chinesischen Geschichte.

 

Das Abiturfach Chinesisch wird bisher nur an acht Gymnasien in Bayern angeboten und ist damit für die Schülerinnen und Schüler etwas Besonderes, es bietet gewissermaßen ein Alleinstellungsmerkmal. Sie haben sich die Voraussetzung geschaffen, die Kenntnisse der chinesischen Sprache und Kultur im weiteren Studium zu vertiefen und sich im Bereich der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen beruflich zu betätigen.

Auch die Zukunft der Schüler wird von der neu erlernten Sprache geprägt. Eine Schülerin begibt sich zum Beispiel im Rahmen eines freiwilligen Jahres für sechs Monate nach Shanghai, um den kulturellen Austausch und die deutsch-chinesische Freundschaft zu vertiefen. (??????. W? zài Shàngh?i g?ngzuò.) Auch andere Schüler planen einen Auslandsaufenthalt in China während ihres Studiums.

Die Erfahrungen der Schüler

 

Die Liebe zur chinesischen Sprache ist geweckt, wie die folgenden Erfahrungen der Schüler beweisen: "Die Entscheidung, Chinesisch als spät beginnende Fremdsprache zu wählen, fiel mir zuerst schwer. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, diese schwierige Sprache zu lernen. Doch diese Berührungsangst legte sich schnell, da der Unterricht sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet wurde. “

„Schon nach kurzer Zeit konnte ich erste Erfolge beim Schreiben der Zeichen und beim Sprechen verzeichnen, was mich motivierte, mich noch intensiver in die Sprache und Kultur des Landes der Mitte zu vertiefen. Mittlerweile sehe ich Chinesisch als wichtiges Standbein meiner Berufsorientierung an und möchte auch während meines Studium weiterhin diese Sprache lernen.“

Gegenwärtig lernen in den 10. und 11. Klassen 40 Schülerinnen und Schüler Chinesisch. Sie alle sind überzeugt, dass Chinesisch nicht nur an den weiterführenden Schulen in Zukunft von großer Bedeutung sein wird. Am Leibniz-Gymnasium ist das Fach auch durch die Kooperation mit dem Konfuzius-Institut fest verankert sowie durch den Chinaaustausch, der in diesem Jahr zum zehnten Mal durchgeführt wird.

Text: Linhong Song