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Freiwilliges Soziales Schuljahr

Engagement ist gefragt

Du wirst gebraucht! – Engagiere auch du dich ehrenamtlich im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Schuljahres (FSSJ)

Bereits seit fünf Jahren widmen Schülerinnen und Schüler des Leibniz-Gymnasiums einen Teil ihrer Freizeit anderen Menschen, indem sie ein „Freiwilliges Soziales Schuljahr“ FSSJ absolvieren.

Im aktuellen Schuljahr waren es 13 Teilnehmerinnen und 7 Teilnehmer aus den Jgst. 9 - 11,  die sich in ihrer Freizeit regelmäßig ca. 2 Std. wöchentlich engagierten. Überwiegend waren sie tätig in einer sozialen Einrichtung (z.B. Kinderbetreuung, Unterstützung Behinderter) oder in einem Verein (z.B. Sport, kirchliche Jugendarbeit); manche brachten sich aber auch in einer weiteren Einrichtung ein (z.B. Bücherei, AWO, Ausgabestellen der „Tafel“). Einige waren ergänzend in zeitlichen Blöcken am Wochenende oder sogar während der Ferien aktiv, um die mindestens erforderlichen 80 Stunden Einsatz vorweisen zu können.

 

Bereits während ihrer Schulzeit zeigen diese jungen Leute so ihre Bereitschaft, soziale Mitverantwortung in der und für die Gesellschaft zu übernehmen. Dadurch erfahren sie nicht nur Dank und Wertschätzung seitens der Menschen, die sie unterstützen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben, wie erfüllend die Übernahme eines Ehrenamtes sein kann, sie entwickeln sich in ihrer Persönlichkeit weiter und erkennen an sich selbst neue Stärken und Fähigkeiten. Nicht wenige erhalten auch gewinnbringende Impulse für ihre berufliche Zukunft.

Ebenso darf nicht unterschätzt werden, dass die im Rahmen des FSSJ gesammelten Erfahrungen und gewonnenen Kompetenzen gepaart mit einer positiven Veränderung des Selbstbildes nicht selten zu einem Motivationsschub führen, der auch das schulische Engagement günstig beeinflussen kann.

 

Am Ende des Schuljahres können die Absolventinnen und Absolventen aus den Händen der Schulleiterin, Frau OStDin Fleischer zu Recht mit Stolz ein „Zeugnis für Freiwilliges Soziales Engagement“ in Empfang nehmen.

Beurteilt werden hier neben Interesse und konkretem Engagement des Einzelnen auch die immer wichtiger werdenden „soft skills“ – soziale Kompetenzen wie Einsatzbereitschaft und Eigenverantwortung, Höflichkeit und Empathiefähigkeit sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit. Gerade bei künftigen Bewerbungen kann das bei Hochschulen und Arbeitgebern sehr geschätzte Zeugnis als wichtiges Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu Mitbewerbern fungieren.

 

Die Durchführung des FSSJ erfolgt seit 2011 in enger Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Nürnberger Land (Röthenbach). Dort unterstützt Regina Triebs die jungen Menschen, geeignete Stellen zu finden, so weit sie nicht bereits selbst Kontakte zu Vereinen oder anderen Einrichtungen geknüpft haben. Des Weiteren hilft die Sozialpädagogin bei der Antragstellung und ist bei Bedarf zusammen mit Fr. Hellmich Ansprechpartnerin bei evtl. auftretenden Schwierigkeiten.

 

 

Karin Hellmich, Beratungslehrerin;

schulinterne Koordinatorin des FSSJ

 

 

Erfahrungsberichte

HORT

Tafel

Kindergarten

Wichernhaus

Kirchengemeinde

Ich habe mich zu Beginn Schuljahres entschieden, ein Freiwilliges Soziales Schuljahr zu machen. Da ich schon immer gerne mit Kindern arbeite, dachte ich, dass es für mich eine gute Idee  wäre, ein FSSJ in diesem Bereich auszuprobieren. Dazu habe ich in meinem altem Kindergarten, dem Kindergarten „Kleine Strolche“ in Unterferrieden, nachgefragt, ob sie Unterstützung brauchen könnten – dies war der Fall, allerdings im Hort. Ich dürfte  mit Kindern der 1. bis 4. Klasse spielen und sie bei den Hausaufgaben begleiten, wurde mir bei einem ersten Telefonat gesagt.

Obwohl ich anfangs eher im Kindergarten aushelfen wollte, war ich sehr glücklich damit, im Hort arbeiten zu können. Einmal die Woche ging ich für 2 bis 2,5 Stunden dorthin und, wenn ich Zeit hatte, auch in den Ferien. So konnte ich die für ein Zertifikat vorgegebenen 80 Stunden flexibel erfüllen.

Ich kann ohne zu zögern sagen, dass es mir großen Spaß gemacht hat, dort mit den Kindern zu arbeiten und zu spielen. Ein paar der Älteren kannte ich schon, ich habe mich aber auch relativ schnell mit den Jüngeren angefreundet. Mir bedeutete es sehr viel, wenn einige der Grundschüler mich im Bus sahen und fragten: „Sophie, kommst du nächste Woche wieder in den Hort?“ oder „Können wir zusammen zum Hort laufen?“. Wenn man sieht, wie viel es den Kleinen bedeutet, wenn man etwas mit ihnen unternimmt und Zeit für sie hat, ist das ein sehr zufriedenstellendes Gefühl.

Durch diese Chance habe ich herausgefunden, dass ich später auf jeden Fall mit Kindern arbeiten möchte. So viel Spaß es mir auch macht, habe ich großen Respekt vor den Erziehern und ihrer täglichen Arbeit. Ich möchte mich bei meinem Kindergarten aus tiefstem Herzen bedanken – vor allem bei den beiden Erzieherinnen, die mich unterstützt haben. Dass ich so herzlich aufgenommen wurde und mithelfen durfte, hat mich sehr gefreut. Ich habe mich immer darauf gefreut, in den Hort zu gehen; wenn ich einmal krank war und den Termin nicht wahrnehmen konnte, hat mich das sehr traurig gemacht.

Natürlich kostet ein FSSJ etwas Zeit und ist manchmal neben der Schule anstrengend, aber das war es mir wert, weil ich sehen konnte, wie glücklich die Kinder waren, wenn ich da war. Ich empfehle ein FSSJ mit Begeisterung weiter und hoffe, dass dieser Artikel auch andere überzeugen kann, daran teilzunehmen.

 

Sophie Brackenhammer, 9C

 

 

 

Während meines Besuchs der 11. Klasse habe ich bei der „Tafel“ in Altdorf ein FSSJ absolviert. Ich ging jeden Samstag von 11.30 bis 15.00 Uhr bzw. bis 17.00 Uhr zur „Tafel“ um dort mitzuhelfen, in den Ferien auch manchmal dienstags.

Die ersten drei Stunden sortierten wir abgegebene Kleidung von Altdorfern und abgelieferte Lebensmittel von Supermärkten, aber auch Waren von kleineren Läden wie z.B. von Bäckereien oder vom Bauernmarkt. Nach dem Sortieren tranken wir Kaffee und aßen Kuchen, um uns für die bevorstehende Ausgabe zu stärken: die bedürftigen Abholer, unsere Kunden, mit Lebensmitteln und Waren versorgen. Nachdem wir die Kunden mit Kaffee und Kuchen bewirtet hatten, ging es ans Verteilen der Lebensmittel.

Trotz des großen Altersunterschieds – ich war mit Abstand die jüngste im Helferteam – und  unvorhergesehener Ereignisse, wie z. B. Stromausfall und somit einer Stunde Geschirrspülen per Hand, weil die Spülmaschine nicht mehr funktionierte, hatte ich viel Spaß mit den Damen der „Tafel“. Sie waren von Anfang an sehr offen und interessiert und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ließen sie mich vieles selbstständig erledigen.

Ein FSSJ bei der „Tafel“ kann ich jedem weiterempfehlen, der gerne sortiert, selbstständig arbeitet und gerne mit verschiedenen Menschen zu tun hat.

 

Elena Lubik, Q11

 

 

 

Ich habe mein FSSJ im Schuljahr 2015/2016 in meinem „alten“ Kindergarten, dem Nikolaus-Herrmann-Haus in Altdorf gemacht. Diese Entscheidung habe ich nicht bereut, da ich dort von meiner ehemaligen Erzieherin, den Kindern und dem gesamten Personal herzlich aufgenommen wurde.

Anfangs war ich zwar noch etwas unsicher, doch die Kinder sind sehr schnell und offen auf mich zugekommen, so dass es großen Spaß gemacht hat, mit ihnen zu spielen, zu malen, zu essen und auf sie aufzupassen. Die Kinder sind mir mit der Zeit sehr ans Herz gewachsen und es hat mich immer wieder gefreut zu sehen, wie sie mich fröhlich begrüßt und mich sofort gefragt haben, ob ich etwas mit ihnen spiele. Ich freue mich auch, dass ich die Erzieher ein wenig in ihrer Arbeit unterstützen konnte, da ich sehr großen Respekt vor ihrer täglichen Verantwortung habe, die leider oft unterschätzt wird.

Durch mein FSSJ habe ich sehr viele Erfahrungen sammeln können, die mir sicherlich bei der Berufswahl helfen werden, da ich später sehr gerne mit Kindern arbeiten würde. Neben dem Schulalltag kann es zwar manchmal etwas anstrengend sein, doch für mich war es auch eine gute Möglichkeit, den Schulstress kurz zu vergessen und eine schöne Zeit mit den Kindern zu verbringen.

Ich empfehle es auf jeden Fall weiter, ein FSSJ zu absolvieren und wünsche allen künftigen TeilnehmerInnen genauso tolle Erfahrungen, wie ich sie machen durfte.

 

Theresa Gleiß, 9C

 

 

 

Nach dem Vortrag zu Schuljahresbeginn über das Freiwillige Soziale Schuljahr beschlossen wir, in der heilpädagogischen Tagesstätte des Wichernhauses ein solches zu absolvieren, da wir darüber auch schon Gutes von einigen Freunden gehört haben.

Nachdem wir dort angerufen hatten, wurden wir erst einmal eingeladen, um uns alles anzuschauen und unsere Gruppe sowie die Kinder kennenzulernen. Am Anfang waren die Kinder dort erst einmal etwas skeptisch, aber schon nach kurzer Zeit verloren sie ihre Zurückhaltung. Neben Hausaufgaben, die wir zusammen erledigten, aßen und spielten wir zusammen – gemeinsam hatten wir viel Spaß.

Uns beeindruckte auch das gegenseitige Vertrauen, das dort herrscht: die Gruppe war wie eine Familie, weil die Kinder einander schon sehr lange kennen, alles zusammen machen und einander viel helfen.

Uns hat es in der Tagesstätte des Wichernhauses sehr gut gefallen, wir können sie nur weiterempfehlen, wenn jemand sich dazu entscheidet, ein Freiwilliges Soziales Schuljahr zu machen: man wird dort von allen herzlich aufgenommen und erlebt gemeinsam eine tolle Zeit.

 

Jana Nawrat und Selina Triller, 9C

 

 

 

 

Ein FSSJ ist eigentlich immer gut: Man beteiligt sich freiwillig an einem sozialen Projekt, wie ich zum Beispiel in der evangelischen Kirchengemeinde Winkelhaid als Konfirmationstutor und als Mitarbeiter beim Kindergottesdienst. Ein weiterer Vorteil eines solchen sozialen Projektes ist das Sammeln praktischer Arbeitserfahrung, es ist also ein bisschen vergleichbar mit einem Praktikum. Und nicht zuletzt ist das Zertifikat neben anderen Bescheinigungen ein Vorteil bei der Bewerbung für einen Arbeitsplatz.

Ich hatte bereits Ende April meine benötigten 80 Stunden, welche sorgfältig protokolliert werden, fast vollständig "abgearbeitet" und fand auch danach noch Gefallen an dieser Art Freizeitbeschäftigung – wobei "Freizeitbeschäftigung" fast ein bisschen zu verharmlosend klingt. Ich denke, von einem Haufen bunt gemischter, 13- bis 14-jähriger Jugendlicher respektiert zu werden, fordert ein gewisses Maß an mentaler Vorbereitung und Durchsetzungsvermögen; ich habe beides mit Freude praktiziert und (zum Glück) erfolgreich gemeistert.

Das Highlight des Jahres war für mich die Teilnahme an der Konfirmationsfreizeit, auch Konfi-Freizeit oder "Konfi-Castle" genannt. Auf einem steilen Berg, weit weg von zu Hause, lag das Reiseziel, die "Burg Wernfels". Nach einem fast königlichen Empfang durch die Mitarbeiter des Landesverbandes des CVJM ging es ans Kofferauspacken und Beziehen der Betten mit selbst mitgebrachter Bettwäsche. Wir als Mitarbeiter sollten möglichst schnell fertig sein, um den Konfirmanden bei ihren Betten zu helfen oder um ihnen (was nur in wenigen Fällen nötig war) zu zeigen, wie das überhaupt funktioniert.

Mit kräftiger Unterstützung von anderen männlichen Mitarbeitern hielten wir nach einem anstrengenden Tag bis ungefähr 2:30 Uhr Nachtwache, was zum Teil gar nicht so einfach war, denn bis erst mal 4 bis maximal 10 Jungen in einem Zimmer endlich Ruhe geben, vergeht außer viel Zeit allmählich die Geduld. Jeden Morgen hieß es dann um 7:30 Uhr aufstehen, um der Mitarbeiterbesprechung beizuwohnen – wobei man da deutlich die Nachwirkungen der vergangenen Nacht erkennen konnte. Da halfen nur noch ein oder zwei Tassen des vorzüglichen vor Ort servierten Kaffees. Zum Ende der Freizeit hin gefiel es dann selbst den anfangs noch mürrischen Konfis, die sich dann auch aktiver am Geschehen beteiligt haben. Dass es nicht langweilig wurde, hatte man einer super Organisation durch den CVJM, einem richtig leckeren Essen sowie einer tollen Unterhaltung durch Events, Gemeinschaftsspiele und sogar einen Ehrengast, nämlich einem Zauberer, zu verdanken.

Ich habe das vergangene Jahr mehrfach positiv erlebt: Zum einen habe ich neue Erfahrungen im Umgang mit Jugendlichen gesammelt, zum anderen fand ich es toll zu sehen, wie "meine" Konfirmanden zunehmend zusammenhielten und sich auch teilweise gegenseitig unterstützen. Nicht nur wegen dieser Gründe kann ich ein FSSJ nur wärmstens weiterempfehlen!

 

Fabio Hochsam, 9C

 

 

 

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