Vorlesewettbewerb 2022

Alle Jahre wieder und aus der Vorweihnachtszeit nicht wegzudenken ist der Vorlesewettbewerb Deutsch am Leibniz-Gymnasium. Nach so vielen Jahren müsste man meinen, dass so etwas wie ein Deja-Vu-Erlebnis besteht, wenn sich der Vorlesewettbewerb wieder jährt. Aber das ist nicht so! Jedes Jahr bietet Überraschungen: Welche Schüler/innen aus den sechsten Klassen kommen zum Wettbewerb als Klassensieger/innen? Wie viele Mädchen und wie viele Jungen werden es sein oder wie gendert das Leibniz beim Vorlesewettbewerb? Aus welchen Büchern werden die Kandidaten/innen lesen? Wie lesen sie? Wie kommen sie mit dem Überraschungstext zurecht? Wie kommt es, dass sie so gut lesen können?  Sind sie furchtbar aufgeregt oder schon recht cool? Wie schätzen die Mitglieder der Jury die einzelnen Leistungen ein? Wird der Jury die Wahl leichtfallen oder schwer, wenn nicht sogar sehr schwer…?

Und genau die letzte Frage soll als erste beantwortet werden: Die Wahl fiel der Jury – bestehend aus Frau Seuss, Mitglied des Elternbeirats, Frau Hamann und einer Praktikantin aus der   Buchhandlung „Lilliput“, der Vorjahressiegerin Emilia Moser und der SMV-Vertreterin Lea Hempel wie auch den beiden Fachschaftsleiterinnen Katja Kammerer und Sabine Stamminger unglaublich schwer.

 Die Jury tagte etliche Minuten lang, bis feststand: Charlotte Savic aus der Klasse 6d gebührt der erste Platz und den zweiten Platz belegt aus der Klasse 6a Levi Reinhardt, unser einziger männlicher Leser. Finja Stelzer, 6b, Emilia Bollig, 6c, Emma Haag, 6e, und Dilara Caglar aus der Klasse 6f stehen unseren Bestplatzierten aber kaum nach, alle sind hervorragende Leserinnen! Das zeigte sich besonders beim Lesen des Überraschungstextes, der einen Auszug aus „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“ präsentierte, den jede(r) mit Bravour meisterte, obwohl das Wort „Binomialkoeffizient“ sicherlich nicht zu dem alltäglichen Wortschatz eines Sechstklässlers/einer Sechstklässlerin gehört.

Aus welchen Jugendbüchern stammen die Leseproben unserer Kandidaten/innen? Hier war das Spektrum breit: Die Welt des Mittelalters, die griechische Mythologie waren ebenso vertreten wie Magisches, Gespenstisches und Zauberei. Apropos Zauber: Zauberhaft war die Lesebegeisterung der Kinder, die sich ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen können und das Medium Buch sogar einer Verfilmung vorziehen, „da man sich alles noch besser vorstellen kann und sein eigenes Kopfkino erlebt!“  Aber die jungen Leser/innen haben dem Lesen noch eine  ganz pragmatische Eigenschaft abgerungen:“ Man versteht dann auch alles besser, man hat viel mehr Wörter und man kann selbst lebendiger schreiben.“ Alle Beteiligten waren „schon sehr aufgeregt, vor allem beim Überraschungstext.“ Beeindruckend war auch die soziale Einstellung unserer Leseratten: „Man hat auch mit den anderen richtig mitgefiebert.“ Und so war es nicht nur ein anstrengender und aufregender Vormittag, sondern auch einer, bei dem man „viele neue Eindrücke sammeln“ und „schon viel mitnehmen“ konnte.

Besonderer Dank gebührt – wie jedes Jahr – der Buchhandlung „Lilliput“, die die Bücherpreise für alle teilnehmenden Schüler/innen zur Verfügung stellt. Die Auswahl war reich, sodass alle ihr passendes Buch fanden, welches die Lesebegeisterung gewiss weiterhin glühen lässt!